
Ein Ort der Bildung, der nun im Verfall begriffen ist.
Jannick und Luca
Dieses ehemalige Internatsgymnasium, gegründet im frühen 20. Jahrhundert, steht leer und zeugt von einer glorreichen Vergangenheit, die heute nur noch in den Mauern weiterlebt.
Das Internatsgymnasium wurde 1907 gegründet und entwickelte sich zu einem anerkannten Bildungsort. Über Jahrzehnte prägte ein persönliches Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern den Schulalltag. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Schule eine Blütezeit mit neuen Gebäuden und steigenden Schülerzahlen. In den 1990er Jahren setzte jedoch ein Wandel ein, der schließlich zur Schließung und zum Verfall des einst blühenden Internats führte. Der letzte Abiturjahrgang verabschiedete sich 2017. Die Pläne zur Umnutzung des Geländes stießen auf Widerstand, sodass die Zukunft der alten Schulgebäude ungewiss bleibt.
Bei unserem Besuch durchstreiften wir die hallenden Räume, in denen einst Wissen vermittelt wurde. Die Atmosphäre war geprägt von einer Mischung aus Nostalgie und Traurigkeit. Man konnte die Geschichten der hier lebenden und lernenden Generationen förmlich spüren. Die teils renovierten Klassenräume und die Aula erinnerten an vergangene Zeiten, während der allgemeine Verfall die Vergänglichkeit des Ortes unterstrich.
Besonders eindrucksvoll war die Aula, in der sich einst Schüler versammelten. Auch die Kücheneinrichtung und die gut erhaltenen Klassenräume ließen uns die Geschichte des Ortes nachempfinden. Die persönlichen Hinterlassenschaften der ehemaligen Bewohner zeigten, dass hier einmal Leben war.



